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Grundsätze: Gemeinsam aktiv

Selbstverständnis des Netzwerkes

Menschen nach der Berufs- und Familienphase und solche, die nicht mehr so weit davon entfernt sind, knüpfen Kontakte zueinander und organisierten Aktivitäten und Angebote für Menschen in der zweiten Lebenshälfte.

Die Netzwerkarbeit lebt durch Selbstorganisation und Eigeninitiative der Beteiligten. Das Herz des Netzwerkes sind die NetzwerkerInnen, die als Kümmerer für fortlaufende Aktivitäten bzw. einzelne Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Das Seniorennetzwerk Sankt Augustin ist eine freiwillige Initiative und kein Verein. Die Beteiligung im Netzwerk ist für alle offen, die die Netzwerkidee und –ziele unterstützen. Ein Mitglieds- oder Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben.

Nach einer einfachen Beitrittserklärung kann sich jeder mit seinen Fähigkeiten und Interessen einbringen, einen Platz finden, für sich selbst und andere etwas tun. Jede/r TeilnehmerIn im  Netzwerk bestimmt selbst für welche Aufgabe er/sie sich in welchem Umfang engagiert.

Das Netzwerk versteht sich als eine „lernende Organisation“, jedoch ohne hierarchischen Aufbau! So wie das Netzwerk vom Engagement, den Ideen der Menschen in Sankt Augustin belebt, gestaltet und beeinflusst wird, so können Grundsätze und Netzwerkstruktur den jeweiligen Entwicklungen, Erfordernissen und Ereignissen im Rahmen von Netzwerktreffen von Zeit zu Zeit angepasst werden.


Leitideen

Eine oder mehrere der nachfolgenden Leitideen sollte jede Netzwerkerin oder jeder Netzwerker für sich entdecken können:

ICH FÜR MICH: Eigenen Interessen nachgehen, dem eigenen Leben einen neuen Sinn geben, den Blick für anderes öffnen und auf Andere richten
ICH FÜR MICH MIT ANDEREN: Gemeinsam mit anderen an Aktivitäten teilnehmen oder Interessensgruppen aufbauen
ICH MIT ANDEREN FÜR ANDERE: Gemeinsames Engagement für Andere in der Stadt (im Stadtteil, in der Nachbarschaft), dort wo Unterstützung nötig ist.
ANDERE MIT ANDEREN FÜR MICH: Soziale Fürsorge durch Andere wenn ich mal Unterstützung brauche.


Ziele und Aufgabenschwerpunkte

Soziale Netze können nach beendetem Berufsleben, dem Wegzug von Kindern, mitunter aber auch durch Trennungen oder andere gravierende Lebensereignisse kleiner und weniger tragfähig werden oder ganz wegfallen. Im Sinne einer sozialen Vorsorge erscheint es sinnvoll, sich deshalb frühzeitig für den Aufbau und die Pflege neuer sozialer Netze im eigenen Lebensumfeld zu engagieren. Hierzu will das Netzwerk beitragen.

Die konkreten Ziele und Aufgabenschwerpunkte, die NetzwerkerInnen im Netzwerk für sich definieren, entwickeln sich aus persönlichen Lebenssituationen, Fähigkeiten und Kompetenzen.

Die Zusammenarbeit im Netzwerk soll eine Unterstützung bieten, um

•  Erfahrungen und Ideen auszutauschen und zu nutzen,
•  Möglichkeiten und Herausforderungen der Selbstorganisation
   gemeinsam zu reflektieren und diese Erfahrungen auch für alle  
   Akteure (Kommune, Wohlfahrtsverbände, Vereine, Kirchen,
   Geschäftsleute, gewerbliche Wirtschaft etc.) in der Stadt transparent
   zu machen,
•  sich gemeinsam für diese Arbeit zu qualifizieren und weiterzubilden,
•  sich gegenseitig wertzuschätzen und von den anderen zu lernen.


Die Struktur des Netzwerkes

Jede Aktivität, jedes Angebot stellt ein Modul des Netzwerkes dar. Für spezifische Aufgaben bestehen Gruppen, die sich auf Basis dieser Grundsätze um Organisation, Internet-Auftritt (Homepage) und Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Im Netzwerk gibt es keine Hierarchie, sondern alle können als integrale Bestandteile des Netzwerks spezifische Aufgaben für NetzwerkerInnen wahr nehmen.

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Die Module bilden zusammen mit spezifischen Rollen im Netzwerk ein Gesamtwerk in einem virtuellen „Gebäude“, das von den TeilnehmerInnen der Aktivitäten und Angebote bevölkert und mit Leben gefüllt wird. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Modulen werden durch regelmäßige Netzwerktreffen sichergestellt. Bei Bedarf werden Thementage und Fortbildungen organisiert.

Das etwa alle sechs Monate stattfindende Netzwerktreffen ist das entscheidende Gremium, in dem Vorschläge, Fragen und Probleme offen diskutiert und alle grundlegenden Entscheidungen zu Aktivitäten, zu laufender Arbeit und weiteren Entwicklung des Seniorennetzwerkes Sankt Augustin getroffen werden.

Entscheidungen werden mit möglichst großer Mehrheit getroffen. Ein Antrag aus dem Netzwerktreffen gilt als angenommen, wenn mehr als Zweidrittel der anwesenden NetzwerkerInnen diesem Antrag zustimmen. Es müssen jedoch mehr als 30 Prozent der registrierten NetzwerkerInnen persönlich anwesend sein. Sollte der Antrag nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit erhalten, kann er frühestens im übernächsten Netzwerktreffen erneut eingebracht werden. Diese Regelung ist sinngemäß auf alle Arbeitsgruppen anwendbar. Diese Regeln sind spätestens nach dem 1. Jahr der Anwendung neu zu bewerten und ggf. zu überarbeiten.

Die Netzwerkstrukturen ermöglichen allen Beteiligten, über die Aktivitäten und Angebote hinaus, ein eigenes individuelles Netz zu „spinnen“. Jeder/jede ist im Prinzip ein „Knoten“ im Netz und „webt“ entsprechend der eigenen persönlichen Bedürfnisse, Neigungen und Interessen Verbindungen mit anderen „Knoten“. Dadurch können weitergehende persönliche Kontakte und Netze entstehen, in denen über die gemeinsamen Aktivitäten hinaus sich gegenseitig in Notlagen geholfen und im Sinne der Netzwerkhilfe unterstützt werden kann.

Verfahrensweise zur Aufnahme von Modulen ins Netzwerk

NetzwerkerInnen, die sich um eine regelmäßige Aktivität oder ein Angebot kümmern wollen, stellen ihre Idee allen NetzwerkerInnen schriftlich per E-Mail vor. Nach einer kurzen Erprobungsphase (3 Treffen der geplanten Gruppe) erfolgt die Vorstellung beim nächsten Netzwerktreffen. Bei Unterstützung durch das Netzwerk wird die neue Gruppe als weiteres Modul dem Gesamtwerk hinzugefügt.


Anlagen: (zum Öffnen bitte anklicken!)



Methoden und Umgangskultur

Die Arbeit des Netzwerkes wird durch folgende Elemente geprägt:

•  Über die vorliegenden Grundsätze hinaus gibt es gibt es für die oben
   genannten Arbeitsgruppen Aufgabenbeschreibungen und Leitlinien aber
   keine Geschäftsordnung oder Satzung.
•  Auf einen persönlichen und wertschätzenden Umgang miteinander
   wird Wert gelegt.
•  Ergebnisoffenheit wird groß geschrieben.


Träger - Kooperationspartner

Über die Tätigkeit der aktiven NetzwerkerInnen hinaus benötigt das Netzwerk unterstützende Kooperationspartner zur Sicherung der Unabhängigkeit und Lebensfähigkeit, die

•  für eine Versorgung mit Infrastruktur zur Verfügung stehen, wie z. B.
   Verantwortungsübernahme für die Homepage, Bereitstellung von
   Räumlichkeiten oder Finanzierung von spezifischen Maßnahmen und
   Projekten,
•  für eine unterstützende Netzwerkbegleitung sorgen,
•  als Koordinations-, Kontakt- und Servicestelle für interessierte
   SeniorInnen und Kooperationspartner zur Verfügung stehen.

Um o. g. Rahmenbedingungen sicherzustellen, strebt das Netzwerk eine Zusammenarbeit mit unterstützenden Institutionen u. a. Stadtverwaltung, Wohlfahrtsverbänden, Kirchengemeinden und Vereinen an. Des Weiteren wird Kontakt mit interessierten Kooperationspartnern gesucht, um

•  Transparenz zu bestehenden Angeboten herzustellen,
•  bestehende Angebote in das Netzwerk zu integrieren,
•  neue Aktivitäten gemeinsam aufzubauen.

Stand: 14. Februar 2014